Der Begriff HDRI mag nicht jedem etwas sagen, allerdings dürfte jeder Fotobearbeitungsfreund, ein solches Exemplar schon mal zu Gesicht bekommen haben. Manche mochten sich dabei fragen, wie jener tolle Effekt wohl zustande kam und welche Arbeit das sein musste. Das Bild zeigt eine ungewöhnliche Tiefe, intensive Schattierungen und ein interessantes Farb- und Kontrastspektrum. Die Exemplare werden als wirklicher, als die Wirklichkeit bezeichnet und wirken gestochen scharf. Letztendlich kann jeder solch ein Werk mit seiner Kamera entstehen lassen:

Was bedeutet HDR?

Bevor es an ein simples Tutorial geht, stellt sich die Frage, was HDRI eigentlich bedeutet. High Dynamic Range Image meint hierbei ein Bild mit einem hohen Dynamikumfang. Anders ausgedrückt kann man es auch als Hochkontrastbild betiteln. Jene speichern die Helligkeitsunterschiede der Natur ab und spiegeln jene auf nur einem einzigen Exemplar wieder. Ein solches Werk kann mithilfe der eigenen Kamera konstruiert werden, in dem man eine Belichtungsreihe erstellt und mit einem Programm zusammenfügt. Letztendlich erhalten die Fotos weder Über- noch Unterbelichtung und überzeugen mit Detailreichtum. Besonders Motive, welche mit Licht und Schatten gekennzeichnet sind, eignen sich ideal für ein HDR Bild. Doch wie funktioniert jene Technik nun eigentlich?

iStockphoto/Thinkstock

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How to: HDRI selber machen

1. Motiv Das Motiv darf sich auf keinen Fall bewegen. Es sollte sich eher um ein Stillleben handeln, wie beispielsweise ein Gebäude oder ein Auto. Ist man etwas geübter, kann man sich auch an andere Motive heranwagen. Ist es windstill, eignet sich natürlich auch eine Landschaftsaufnahme. Mit dem ersten Motiv beginnt man am besten bei einem Sonnenuntergang. Hier sind die Schlagschatten recht intensiv und die Helligkeit variiert.

2. Standort der Kamera Die Kamera sollte fest und sicher stehen und den gesamten Prozess über in derselben Position stehen bleiben. Man möchte schließlich das immer selbe Motiv fotografieren. Daher ist es wichtig mithilfe eines Stativs für Standfestigkeit zu sorgen!

3. Knipsen der Bilder Beginnt man nun mit seinen Bildern, fragt man sich natürlich, wie viele eigentlich notwendig sind? Für ein HDR Bild reichen drei Bilder in unterschiedlichen Helligkeitsabstufungen aus. Mit fünf ist man auf der sicheren Seite und kann sich sicher sein, dass das Projekt gelingt. Nun beginnt man eine stark überbelichtete Aufnahme zu machen und arbeitet sich weiter durch, bis das Motiv unterbelichtet und kaum zu erkennen ist. Dazu muss man in der Natur warten, bis die Sonne untergeht. Im Studio hingegen kann man mit künstlichem Licht arbeiten. Wer eine Spiegelreflexkamera sein Eigen nennt, kann auch über die Verschlusszeit für eine entsprechende Belichtung sorgen und ist wesentlich schneller fertig!

4. Umwandlung in ein HDRI Daheim wird dann am Computer via Diashow überprüft, ob die Fotos tatsächlich denselben Bildausschnitt zeigen und nichts verrutscht ist. Nun werden jene einzelnen Werke übereinandergelegt. Dazu benötigt man ein Bildbearbeitungsprogramm, welches aus den einzelnen Exemplaren ein Ganzes werden lässt. Photoshop oder Photomatix sind hierzu in der Lage und erzeugen ein .hdr Format. Jenes Format enthält schließlich alle Informationen der Einzelbilder, wodurch der detaillierte Charakter des Fotos zustande kommt.

5. Bearbeitung des Motivs Zu guter Letzt können Sie natürlich noch selbst ein wenig an den Kurven und der Farbverteilung herumwerkeln und einzelne Fehler ausbessern. Denn ein Computer ist nicht dazu in der Lage die Vielfalt des HDRI exakt wiederzugeben. Daher muss mittels Tone Mapping der Feinschliff erfolgen. Jeder HDR Fotograf hat hierbei andere Vorstellungen und Vorlieben, weswegen man seinem eigenen Geschmack folgen kann.